Erkrankungen, seelische Belastungen, Operationen, Unfälle, Medikamente und Bestrahlungen können Sexualstörungen verursachen.
Verursachende Erkrankungen können sein: Übergewicht, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Arterienverkalkung, Diabetes, erhöhte Blutfette, Krebs, Schilddrüsenerkrankungen, Hormonveränderungen, Depression, Rheuma, Arthrosen, Inkontinenz, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, neurologische Erkrankungen.
Aufgrund dieser vielfachen Ursachen für Lustlosigkeit ist unbedingt eine ärztliche Abklärung notwendig. Diese macht am besten eine/r sexualmedizinisch geschulte/r Ärztin/Arzt. Dazu gehört immer eine genaue Krankheits- und Sexualanamnese, eine Besprechung der Medikamente, die Sie einnehmen, eine körperliche Untersuchung und auch eine Laboruntersuchung.
Die internationale Bezeichnung für diese Störung heißt Hypoactive Sexual Desire Disorder (HSDD) Vermindertes sexuelles Interesse oder Verlangen, fehlende sexuelle Gedanken oder Fantasien bzw. das verminderte Verlangen nach sexueller Aktivität. Wenn Sie, etwa aufgrund einer momentanen Belastung, öfter mal keine Lust auf Sex mit Ihrem Partner haben, ist das noch keine Störung. Wenn Ihre Lustlosigkeit aber zum Dauerthema wird, wenn Sie gar keine Lust mehr auf Sex haben und Sie und/oder Ihr Partner/Ihre PartnerIn darunter leiden, wird es Zeit, sich dieses Thema genauer anzusehen. Wie immer man es nennen mag, Lustlosigkeit über längere Zeit kann nicht nur Beziehungsprobleme verursachen, sie führt auch zu Problemen mit sich selbst. Sie ist übrigens dann keine Störung, wenn Sie und/oder Ihr Partner/Ihre PartnerIn kein Problem damit haben.
Eine 2007 veröffentlichte Studie über eine groß angelegte Internetbefragung mit 12.133 Männern im Alter zwischen 18 und 70 Jahren ergab, dass 20 bis 25 Prozent aller Männer davon betroffen sind. Damit handelt es sich um die häufigste Sexualstörung des Mannes. In Österreich
Die vorzeitige Ejakulation besteht:
Ursachen
1.) Man nimmt an, dass bei dieser Form der EP liegt eine Fehlregulation der Serotoninrezeptoren im Gehirn vorliegt
Diese Theorie wurde auch indirekt bestätigt, weil viele depressive Männer, denen Antidepressiva mit dem Botenstoff Serotonin verordnet wurde, sich darüber beklagten, dass sie nicht mehr zum Höhepunkt kommen und ejakulieren können(Serotonin unterdrückte den Ejakulations-Reflex).
2.) Psychodynamische Faktoren können auch eine Rolle spielen
Ursachen
Diese Form sollte nicht als krankhaft eingestuft werden, sondern als normale Variante der Sexualität! Die Sexualität kann nicht wie eine programmierte Maschine immer gleich ablaufen!
Eine ärztliche Abklärung sollte folgendes umfassen:
Typischerweise können Frauen Erregungsstörungen auf dreierlei Arten erfahren.
Manche Frauen beschreiben, dass sie selbst bei passender Stimulation keine oder nur geringe genitale Erregung empfinden. Wenn sie etwas spüren, dann eher in einer „gedämpften Form“. Es kann das Anschwellen der äußeren und inneren Genitale ausbleiben oder nur in minimaler Form stattfinden und in der Folge auch das Feucht-Werden (die Lubrikation) der Vagina. Gleichzeitig können diese Frauen aber berichten, dass sie sich innerlich durch viele andere Einflüsse sehr erregt fühlen. Zum Beispiel durch Berührungen des gesamten Körpers, durch Küssen, aber auch durch sinnliche Worte, das Gefühl großer emotionaler Nähe.
Andere Frauen berichten wiederum, dass sie zwar genital erregt und leicht feucht werden können, wenn sie passend stimuliert werden. Es fehlt ihnen aber dieses innere Aufgewühlt- und Erregt-sein oder sie empfinden es nur ganz minimal.
Diese Frauen erzählen verzweifelt, dass sie oder ihr Partner alle möglichen Versuche unternehmen, damit sie sich erregt fühlt, aber sie sprechen weder genital, noch innerlich darauf an.
Circa jede 5. Frau hat mit diesem Problem zu kämpfen. Ab der Menopause kommt es auf Grund des verminderten Östrogenspiegels und der dadurch verschlechterten genitalen Durchblutung zur weiteren Zunahme der Häufigkeit.
In all diesen Fällen müssen zuerst die Ursachen erforscht werden – erst dann können wirksame therapeutische Maßnahmen gesetzt werden. Medizinisch erfolgt die Einteilung der Ursachen für Erregungsstörungen bei der Frau wie aus der nachstehenden Aufstellung ersichtlich:
Nicht jedes Erregungsproblem ist gleich eine Störung!
Wichtig: Nur wenn Sie unter einem oder mehreren der beschriebenen Faktoren leiden UND auch einen persönlichen Leidensdruck verspüren, kann von einer „Störung der Erregung“ gesprochen werden.
Die Diagnose wird im Rahmen eines sexualmedizinischen Anamnese-Gespräches gestellt. Dazu gehören immer eine genaue körperliche Untersuchung, eine Krankheitsanamnese, eine ev. Medikamenten-Besprechung und eine Laboruntersuchung.
Als Erektionsstörung (Erektile Dysfunktion; ED) bezeichnet man eine anhaltende oder wiederkehrende Unfähigkeit, eine Erektion zu erlangen oder aufrecht zu erhalten, die für eine befriedigende sexuelle Funktion ausreichend ist.
Die Häufigkeit von Potenzproblemen ist vom Alter des Mannes abhängig und von seinem Gesundheitszustand. Mit zunehmendem Alter und mit vorliegen von Erkrankungen nimmt auch die Wahrscheinlichkeit zu, eine Erektionsstörung zu entwickeln. Laut einer Österreichischen Studie aus dem Jahr 2005 mit 2869 Teilnehmern leidet
an irgendeiner Form von Erektionsstörung (leichte, mäßig, schwer)
So einfach und natürlich Sexualität auf der einen Seite ist, so hochkompliziert und störanfällig ist sie auf der anderen Seite. Zahlreiche körperliche Faktoren müssen intakt sein, um eine ungestörte Sexualreaktion auslösen zu können. Medikamente, Operationen und Erkrankungen können dieses sensible Gleichgewicht stören. Ebenso störanfällig ist Sexualität auf psychische und soziale Belastungen.
Eine ungestörte Erektion braucht ein gesundes Gehirn, gesunde Nervenbahnen und Blutgefäße zu und weg von den Genitalen, einen ausgeglichenen Hormonhaushalt und gesunde Genitalien.
Wann immer eine dieser Strukturen durch Fehlentwicklungen, Entzündungen, Tumore, Verletzungen und Narben gestört wird, resultiert daraus die Möglichkeit einer Erektionsstörung.
Folgende Erkrankungen werden sexualrelevant genannt, weil sie sich negativ auf die Sexualität auswirken können.
Prinzipiell sollte man alles tun, um Erkrankungen, welche die Sexualität negativ beeinflussen, zu beheben oder sie zumindest positiv zu beeinflussen. Dafür steht uns zum Glück eine Vielzahl von hervorragenden Medikamenten zur Verfügung. Medikamente können aber leider auch als Nebenwirkung einen negativen Einfluss auf die Sexualität haben. Falls Sie eine solche Veränderung nach der Einnahme eines Medikamentes festgestellt haben, dann sprechen Sie UNBEDINGT mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt darüber, sie/er wird mit Ihnen besprechen, welche Möglichkeiten Ihnen offen stehen, um wieder eine ungestörte Sexualität leben zu können. Die Sexualität ist vor allem Störungsanfällig durch die Einnahme von Medikamenten, die im Gehirn wirken, den Hormonhaushalt, das Nervensystem und die Durchblutung beeinflussen.
Prostata-, Blasen- und Rektumoperationen (-verletzungen), Gefäßoperationen(-verletzungen) im Bauchraum, Operationen an der Wirbelsäule und im Gehirn können Erektionsstörungen verursachen. Bestrahlungen im sensiblen Bereich des kleinen Beckens können ebenfalls zu Erektionsstörungen führen.
Sollte Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt sagen, dass Sie “organisch nichts haben” und dass Sie “ein psychisches Problem haben”, dann seien Sie nicht geknickt. Übersetzt heißt das, dass die ÄrztInnen zum Glück keine körperlichen Ursachen für die Erektionsstörung gefunden haben und/oder sie keine weiteren Erklärungen für die Sexualstörung haben. Es gibt aber eine große Anzahl von Ursachen für Ihre Erektionsstörung, die sehr wohl einen Namen und eine Erklärung haben. (Stress, Unsicherheit, Selbstbeobachtung, private und berufliche Belastungen …) Wie aus solchen Irritationen körperliche Symptome entstehen können, ist leicht erklärt. Neurobiologie ist das Spezialgebiet, das sich damit beschäftigt.
Alle in unserem Gehirn abgespeicherten Erfahrungen und Erinnerungen beeinflussen die Zusammensetzung der Botenstoffe im Gehirn. Diese erzeugen in bestimmten Situationen der Gegenwart ein Gefühl des Wohlbehagens, der Sinnlichkeit und der Geborgenheit – oder aber der Anspannung, Angst, des Unbehagens und den Wunsch, diese Situation zu meiden. Je nachdem, welches System durch die Emotionen aktiviert wird (Anspannung oder Entspannung) wirkt sich das förderlich oder behindernd auf unsere Sexualität aus.
Die Psyche versucht, alte negative Gefühle mit allen Mitteln zu vermeiden und kann nur auf die Lösungsmuster zurückgreifen, die wir uns im Laufe des Lebenszugelegt haben. Mit den alten Lösungsmustern gelingt es uns oft nicht die gerade anstehenden Probleme zu bewältigen. Unser Körper gehorcht aber neurobiologischen Gesetzen. Anspannung/ Angst /Irritationen bewirken, dass andere Botenstoffe ausgeschüttet werden als bei Freude und Entspannung. Wenn wir uns also im Beziehungsalltag nicht zu unseren Bedürfnissen und Gefühlen stehen, uns ständig verbiegen, macht der Körper das, was für ihn in der Situation richtig ist. Im Falle von Erektionsstörungen streikt dann der Penis, es kommt zu keiner Erektion.
Um eine seriöse Diagnose stellen zu können, müssen einige Punkte geklärt werden.
Hier sollten alle Erkrankungen, Operationen, Bestrahlungen, Verletzungen, Medikamente erfragt werden, die eine Erektionsstörung verursachen können.
Folgende Informationen sollten erhoben werden:
Ideal wäre es, wenn die Ärztin/der Arzt Sie ganz nackt untersucht, damit sie/er sich ein besseres Gesamtbild machen kann. Folgende Punkte sollten geklärt werden:
Von einigen Urologen wird zur Beurteilung der Durchblutungssituation des Penis eine Schwellkörper- Pharmakotestung & Doppler-/Duplexsonographie durchgeführt.
Bei Anhaltspunkten für das Vorliegen einer hormonellen Störung als Ursache der ED empfiehlt sich die Bestimmung von:
Bei der „reinen Form“ der Orgasmusstörung erlebt die Frau Lust auf Sexualität, genießt genitale Aktivität und entwickelt ausgeprägte sexuelle Erregung. Die Erregungssteigerung reicht jedoch nicht aus, um die individuell unterschiedliche Orgasmusschwelle zu überwinden. Die Erregung stagniert. Die internationale Klassifikation gibt folgende Definition einer Orgasmusstörung vor:
Er wird definiert als „anhaltende oder wiederkehrende Verzögerung oder Fehlen des Orgasmus bei der Frau nach einer normalen sexuellen Erregungsphase, wobei die sexuelle Aktivität hinsichtlich Zielrichtung, Intensität und Dauer als ausreichend beurteilt wird.“ „Wenn Frauen einen Orgasmus ausschließlich bei der Berührung der Klitoris und nicht bei einem Intimverkehr ohne Berührung der Klitoris erleben, ist die Fähigkeit zum Orgasmus nicht gestört, auch wenn der Orgasmus zeitweise beim Intimverkehr ausbleibt. Dies wird als eine normale Variation der weiblichen Sexualreaktion angesehen. Eine psychische Orgasmushemmung sollte erst nach einer gründlichen sexuellen Abklärung diagnostiziert werden.“
Die meisten weiblichen Orgasmusstörungen treten eher lebenslang als erworben auf, da die Orgasmusfähigkeit, wenn sie einmal erlernt wurde, nicht wieder verschwindet, es sei denn, dass die Beziehungskonflikte oder körperliche bzw. psychische Erkrankungen auftreten.
Laut einer amerikanischen Repräsentativstudie von E.O. Laumann et al. (1994) erleben 20 Prozent der Frauen manchmal oder selten und vier Prozent der Frauen nie einen Orgasmus. Dennoch besteht laut dieser Umfrage kein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Orgasmusfrequenz und einem erfüllten Sexualleben. In einer neueren Studie von J. Bancroft et al. (2003) konnte nachgewiesen werden, dass 30 bis 50 Prozent der Frauen, die Orgasmusschwierigkeiten hatten, mit ihrer sexuellen Beziehung und 30 bis 40 Prozent mit ihrer eigenen Sexualität unzufrieden waren. Allgemein steigt die Orgasmusfähigkeit aufgrund der sexuellen Erfahrung mit dem Alter der Frauen an, so dass Störungen des Orgasmus häufiger bei jüngeren als bei älteren Frauen beobachtet werden.
Die Diagnose wird in einer genauen Sexualanamnese von der/dem sexualmedizinisch geschulten Ärztin/Arzt gestellt. Wichtig dabei ist:
Es gibt viele verschiedene Ursachen für die Entstehung von Orgasmusstörungen.
Eine Dyspareunie als wiederkehrende oder persistierende genitale Schmerzen in Verbindung mit dem Geschlechtsverkehr definiert. Sie kann unterteilt werden in tiefe oder oberflächliche Schmerzen.
Ein Vaginismus ist definiert als wiederkehrende oder persistierende Probleme der Frau, die vaginale Einführung des Penis, eines Fingers und/oder eines Gegenstandes zuzulassen – trotz des ausdrücklichen Wunsches der Frau, dies zu tun.
Grundsätzlich bestehen die Beschwerdebilder – zu einem jeweils größeren oder kleineren Anteil – aus folgenden Komponenten:
Aus der spezifischen Mixtur dieser Komponenten ergibt sich letztlich die individuelle sexuelle Schmerzsymptomatik einer Patientin.
Die wohl zuverlässigsten Daten für die allgemeine Bevölkerung entstammen der amerikanischen NHSLS-Studie (E.O. Laumann et al., 1999), in der 15 Prozent der Frauen über wiederkehrende Probleme mit Schmerzen beim Geschlechtsverkehr berichteten, am meisten bei jungen Frauen (bis 25 Jahre). In jedem Fall scheint es, dass Beschwerden über sexuelle Schmerzen in den letzten Jahren zugenommen haben, was wahrscheinlich auch an der gestiegenen Bereitschaft der Frauen liegt, sich mit diesem Krankheitsbild auseinanderzusetzen, anstatt sich einfach damit abzufinden.
Es gibt zahlreiche gynäkologische, neurologische, orthopädische (Schmerzen!) Erkrankungen und auch Hauterkrankungen als Ursache für den schmerzhaften Geschlechtsverkehr. Daher ist eine ärztliche Abklärung sowohl bei SexualmedizinerInnen als auch bei sexualmedizinisch geschulten GynäkologInnen und ev. weiteren sexualmedizinisch geschulten FachärztInnen unumgänglich. Partnerschafltiche Probleme können mit eine Ursache darstellen, z. B. unausgetragene Konflikte, unpassende Situationen, kein Bedürfnis nach Sex, zu geringe Stimulation bzw. zu wenig Feuchtigkeit (Lubrikation). Psychologische Faktoren sind oft zusätzliche Depressionen und Angststörungen.
Zum Glück ist das kein Grund zu verzweifeln. Bei uns erhalten Sie frei von Scham und Peinlichkeit eine seriöse, umfassende sexualmedizinische Abklärung und ärztliche Behandlung für Frauen und Männer.*
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